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Monat: Dezember 2017

Bekleidung zum Langlaufen: Die Isolationsschicht!

Bekleidung zum Langlaufen: Die Isolationsschicht!

Wenn es richtig kalt wird, ist die Isolationsschicht (oder auch Midlayer genannt) beim Langlaufen unausweichlich. Auf die Funktionen der Isolationsschicht haben wir im Einstiegsartikel zur richtigen Bekleidung beim Langlaufen bereits hingewiesen. Zur Wiederholung hier noch einmal die wesentlichen Aspekte der Isolationsschicht:

  • Die Isolationsschicht hält den Körper warm, indem sie warme Luft zurückhält
  • Sie lässt die Feuchtigkeit, die der Baselayer wegtransportiert durch
  • Gibt die Feuchtigkeit an die Außenschicht weiter
  • Stellt die Bewegungsfreiheit sicher
  • Und ist auch im feuchten Zustand warm
Isolationsschicht beim Langlaufen
Quelle: https://www.comfortrust.ch/out/pictures/ddmedia/CT_Grafik_Detail_Layer2_DE.jpg

Isolationsschicht: die Materialwahl

Wie schon beim Baselayer gilt: Bekleidung aus Naturfasern wie Baumwolle eignet sich durch die materialbedingten Eigenschaften nur eingeschränkt. Die tatsächliche Materialwahl kann beim Midlayer von den vorherrschenden Temperaturen abhängig gemacht werden und kann von einer dünnen Merino-Schicht, über synthetische Materialien wie Fleece bis zu PrimaLoft reichen.

Der österreichische Bekleidungshersteller Skinfit setzt mit der Aero.plus Linie auf synthetische Materialen für den Midlayer. So sorgt zum Beispiel Areo.plus Jacket für angenehme wärme und kann bei gemäßigteren Temperaturen und als äußere Schicht getragen werden – vor allem, da die Außenseite zusätzlich windabweisend ist.

Das Problem von Baumwolle bei schweißtreibenden Aktivitäten ist, dass diese die Feuchtigkeit aufsaugt und hält. Baumwolle hat zudem die Eigenschaft, dass sie im feuchten Zustand kühlt, weil sie wie ein nasser Schwamm auf der Haut liegt. Bei eisigen Temperaturen unter 0°C ist das eine denkbar schlechte Eigenschaft. Baumwolle entwickelt in der Kombination mit Schweiß außerdem deutlich schneller einen unangenehmen Geruch als beispielsweise Merino-Wolle. Synthetische Materialien verteilen die Feuchtigkeit schneller auf eine größere Fläche als Merino-Wolle und begünstigen somit die Trocknung. Sollte man trotzdem auf Baumwolle zurückgreifen, sollte die Schicht möglichst rasch gegen eine trockene Lage getauscht werden, um Verkühlungen und auch Verspannungen zu vermeiden.

Interessante Einblicke liefert der Outdoor-Ausstatter Globetrotter im Video zur 2. Bekleidungsschicht:

Beim Langlaufen ist ein wärmender Midlayer vor allem am Oberkörper relevant. Mittlerweile gibt es zwar auch PrimaLoft Midlayer für die Beine, diese schränken die Bewegungsfreiheit aber unter Umständen zu stark ein und können daher nur bedingt empfohlen werden.

Aus eigener Erfahrung empfehlen wir Midlayer ohne Kapuze. Die Kapuze ist in der Regel in Kombination mit Baselayer und äußerer Schicht störend.

Hier noch einmal weiterführende Links zum Thema:

Wie immer freuen wir uns über eure Meinung zum Thema und eure Empfehlungen! Mit welchen Kleidungsstücken habt ihr bei kalten Temperaturen gute Erfahrungen gemacht?

Langlauf-Bekleidung: Baselayer, warm und trocken!

Langlauf-Bekleidung: Baselayer, warm und trocken!

Wie bereits im ersten Artikel der Serie zur richtigen Langlauf-Bekleidung erwähnt, stellt die erste Schicht (Baselayer) die Basis dar. Die Hauptaufgabe des Baselayers besteht darin, den Körper trocken und warm zu halten. Das heißt, dass die erste Schicht vor allem den Schweiß vom Körper weg transportieren muss und auch im feuchten/nassen Zustand noch warm halten soll. Des weiteren soll die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt werden. Um diesen Zweck am besten zu erfüllen, soll die erste Schicht eng anliegend, direkt am Körper getragen werden.

Baselayer: das Fundament der Langlauf-Bekleidung

Merinowolle hat sich, neben synthetischen Fasern wie Polyester, als Material für den Baselayer bewährt. Beide Materialen sind weich, leicht und gewährleisten beste Bewegungsfreiheit. Es gibt außerdem noch Varianten, die an sensiblen Körperstellen mit Membranen versehen sind, die ein Auskühlen zusätzlich vermeiden. Während Merinowolle vor allem bei (sehr) kalten Temperaturen ihre Vorteile voll ausspielen kann, kann einer synthetischen Faser für den Multisport-Einsatz der Vorzug geben werden. Synthetische Stoffe sind in der Regel robuster als Merino und außerdem trocknen sie in der Regel auch schneller. Die Robustheit kommt einem vor allem dann zugute, wenn beispielsweise häufig ein Rucksack getragen wird und die Riemen dabei am Material scheuern. Beim österreichischen Bekleidungshersteller Skinfit kann hier die Klima Linie als Beispiel genannt werden. Die Klima Tights sorgen für optimales Klimamanagement und gibt es sogar in der Windblock Variante. Ein funktioneller Baselayer stellt definitiv das Fundament eines jeden Langlauf-Outfits dar!

Merino Schaf: Langlauf-Bekleidung aus Merino Wolle als Baselayer
Quelle: https://pixnio.com/de/tiere/schafe/schafe-rasen-tier-natur-merino-schafe-bauernhof-feld-lamm

Merinowolle hat gegenüber der Baumwolle den großen Vorteil, dass sie im Vergleich zur Baumwolle Gerüche besser bindet und Feuchtigkeit besser an die nächste Schicht abtransportiert. Merino bindet Gerüche zudem auch besser als synthetische Stoffe. Diese haben in der Regel aber Vorteile hinsichtlich Verteilung der Feuchtigkeit und dem Abtransport davon. Baumwolle hält Feuchtigkeit deutlich länger als Merinowolle. Dadurch steigt die Gefahr auszukühlen und sich zu verkühlen. Merinowolle fühlt sich außerdem auch im feuchten Zustand noch „warm“ an. Die Isolationsschicht die über dem Baselayer getragen wird sorgt dafür, dass der Schweiß verdunsten kann.

Baselayer: von Kopf bis Fuß

Die Eigenschaften die die erste Schicht mitbringen soll gilt übrigens von Kopf bis Fuß. Von den Socken bis zur Haube sollte Feuchtigkeit möglichst schnell vom Körper weg gelangen und dieser dadurch warm gehalten werden.

Hier möchten wir euch noch eine Beispiele mit auf den Weg geben. Diese Produkte können wir besten Gewissens empfehlen und haben diese (oder vergleichbare Artikel) selbst im Einsatz.

Langlauf Unterwäsche von Icebreaker oder ähnlichen Anbietern aus Merinowolle:


Worauf schwört ihr beim Langlaufen? Habt ihr Lieblingsartikel die ihr weiterempfehlen könnt und mit unserer Community teilen möchtet?

Hier geht es zum Einstiegsartikel zur Langlauf-Bekleidung!

Langlaufen bei Kälte: die richtige Bekleidung!

Langlaufen bei Kälte: die richtige Bekleidung!

Die Tage werden wieder zunehmend kälter und es stellt sich die Frage nach der richtigen Bekleidung für Ausdauersportarten wie dem Langlaufen. Folgende Eigenschaften muss die passende Funktionsbekleidung für aktive Sportarten erfüllen:

  • Die Bekleidung muss atmungsaktiv sein
  • die Feuchtigkeit gut transportieren
  • isolieren und warm halten
  • und guten Wind- und Wetterschutz gewährleisten
  • Bewegungsfreiheit ermöglichen

Beim Langlaufen spielt neben dem eigentlichen Wind vor allem auch der Windchill-Effekt eine Rolle. Aus diesem Grund sind Funktionsmembranen, wie beispielsweise die Gore Windstopper Membran ratsam. Durch die passende Materialwahl muss außerdem eine größtmögliche Bewegungsfreiheit gewährleistet werden.

Da die Langlauf-Saison leider auf wenige Monate im Jahr begrenzt ist, können wir aus eigener Erfahrung Bekleidung empfehlen, die für mehrere Sportarten geeignet ist. Dafür gibt es auch in Österreich großartige Sportbekleidungs-Hersteller wie beispielsweise Skinfit. Kleidungsstücke wie die Skinfit Pfafflar Windblock Jacket eignen sich im Winter perfekt zum Langlaufen, sind aber auch ein treuer Begleiter bei Bergtouren oder beim Laufen!

Feuchtigkeitstransport der Langlaufbekleidung

Unabhängig von den vorherrschenden Temperaturen, muss die Langlaufbekleidung die Feuchtigkeit möglichst schnell und gut vom Körper weg transportieren. Dieser Effekt muss von der ersten Bekleidungslage an gewährleistet werden. Ideal ist hier lange Unterwäsche, zum Beispiel aus Merinowolle oder aus synthetischen Materialien. Beide Stoffe haben ihre Vorzüge, bindet Merinowolle Gerüche sehr gut und bewahrt den Körper auch bei kalten Temperaturen und im nassen Zustand vor dem auskühlen. Synthetische Stoffe verteilen die Feuchtigkeit aber schneller auf eine große Fläche. Das hilft dabei, die Feuchtigkeit schneller verdunsten zu lassen. Außerdem ist das Material in der Regel robuster.

Die Feuchtigkeit muss aber auch in den darüber liegenden Schichten effizient vom Körper weg transportiert werden. Es müssen also alle Schichten gute Feuchtigkeitstransporteigenschaften aufweisen.

In dieser Artikelserie gehen wir auf die einzelnen Schichten, die bei tiefen Temperaturen notwendig sind ein und erklären Schritt für Schritt, wie man sich idealerweise kleidet um:

  • Krankheiten zu vermeiden
  • Ideale Bewegungsfreiheit zu haben
  • Perfekten Feuchtigkeitstransport zu gewährleisten
  • … und dementsprechend Leistungsfähig zu sein

Die richtige Bekleidung – in 3 Schichten

Die ideale Schichtenkombination beim Langlaufen besteht aus Baselayer für den Feuchtigkeitstransport, darüber folgt eine Zwischenschicht, diese isoliert und hält den Körper warm. Ganz außen folgt die Außenschicht, diese schützt vor Wind und Wetter!

Baselayer: lange Funktionsunterwäsche

Isolationsschicht: dünnes Fleece

Außenschicht: Wind- und Wetterschutz

Hier findet ihr nach und nach Links zu weiteren Informationen zu den einzelnen Schichten:

Zumindest diese drei Schichten sollten es bei Temperaturen ab 0°C sein. Auf die Zwischenschicht zur Isolation kann je nach eigenem Kälteempfinden oder bei wärmeren Temperaturen verzichtet werden. Der Baselayer für den Feuchtigkeitstransport und die Außenschicht für den Windschutz sollten aber immer getragen werden. Das hilft, eine krankheitsbedingte Langlauf-Pause zu vermeiden.

Neben diesen 3 klassischen Schichten kommt beim Langlaufen natürlich auch der Kopfbedeckung (zum Beispiel dem Skinfit Basics Functional Headband), den Handschuhen und gegebenenfalls einem „Buff“ (Multifunktionstuch) zum Schutz der Atemwegen besondere Bedeutung zu!

Gerne könnt ihr uns in den Kommentaren sagen, welche Kleidungsstücke eure Favoriten sind und warum 🙂

Viel Spaß und eine verkühlungsfreie Saison!