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Schlagwort: Windchill-Effekt

Langlaufen bei Kälte: die richtige Bekleidung!

Langlaufen bei Kälte: die richtige Bekleidung!

Die Tage werden wieder zunehmend kälter und es stellt sich die Frage nach der richtigen Bekleidung für Ausdauersportarten wie dem Langlaufen. Folgende Eigenschaften muss die passende Funktionsbekleidung für aktive Sportarten erfüllen:

  • Die Bekleidung muss atmungsaktiv sein
  • die Feuchtigkeit gut transportieren
  • isolieren und warm halten
  • und guten Wind- und Wetterschutz gewährleisten
  • Bewegungsfreiheit ermöglichen

Beim Langlaufen spielt neben dem eigentlichen Wind vor allem auch der Windchill-Effekt eine Rolle. Aus diesem Grund sind Funktionsmembranen, wie beispielsweise die Gore Windstopper Membran ratsam. Durch die passende Materialwahl muss außerdem eine größtmögliche Bewegungsfreiheit gewährleistet werden.

Da die Langlauf-Saison leider auf wenige Monate im Jahr begrenzt ist, können wir aus eigener Erfahrung Bekleidung empfehlen, die für mehrere Sportarten geeignet ist. Dafür gibt es auch in Österreich großartige Sportbekleidungs-Hersteller wie beispielsweise Skinfit. Kleidungsstücke wie die Skinfit Pfafflar Windblock Jacket eignen sich im Winter perfekt zum Langlaufen, sind aber auch ein treuer Begleiter bei Bergtouren oder beim Laufen!

Feuchtigkeitstransport der Langlaufbekleidung

Unabhängig von den vorherrschenden Temperaturen, muss die Langlaufbekleidung die Feuchtigkeit möglichst schnell und gut vom Körper weg transportieren. Dieser Effekt muss von der ersten Bekleidungslage an gewährleistet werden. Ideal ist hier lange Unterwäsche, zum Beispiel aus Merinowolle oder aus synthetischen Materialien. Beide Stoffe haben ihre Vorzüge, bindet Merinowolle Gerüche sehr gut und bewahrt den Körper auch bei kalten Temperaturen und im nassen Zustand vor dem auskühlen. Synthetische Stoffe verteilen die Feuchtigkeit aber schneller auf eine große Fläche. Das hilft dabei, die Feuchtigkeit schneller verdunsten zu lassen. Außerdem ist das Material in der Regel robuster.

Die Feuchtigkeit muss aber auch in den darüber liegenden Schichten effizient vom Körper weg transportiert werden. Es müssen also alle Schichten gute Feuchtigkeitstransporteigenschaften aufweisen.

In dieser Artikelserie gehen wir auf die einzelnen Schichten, die bei tiefen Temperaturen notwendig sind ein und erklären Schritt für Schritt, wie man sich idealerweise kleidet um:

  • Krankheiten zu vermeiden
  • Ideale Bewegungsfreiheit zu haben
  • Perfekten Feuchtigkeitstransport zu gewährleisten
  • … und dementsprechend Leistungsfähig zu sein

Die richtige Bekleidung – in 3 Schichten

Die ideale Schichtenkombination beim Langlaufen besteht aus Baselayer für den Feuchtigkeitstransport, darüber folgt eine Zwischenschicht, diese isoliert und hält den Körper warm. Ganz außen folgt die Außenschicht, diese schützt vor Wind und Wetter!

Baselayer: lange Funktionsunterwäsche

Isolationsschicht: dünnes Fleece

Außenschicht: Wind- und Wetterschutz

Hier findet ihr nach und nach Links zu weiteren Informationen zu den einzelnen Schichten:

Zumindest diese drei Schichten sollten es bei Temperaturen ab 0°C sein. Auf die Zwischenschicht zur Isolation kann je nach eigenem Kälteempfinden oder bei wärmeren Temperaturen verzichtet werden. Der Baselayer für den Feuchtigkeitstransport und die Außenschicht für den Windschutz sollten aber immer getragen werden. Das hilft, eine krankheitsbedingte Langlauf-Pause zu vermeiden.

Neben diesen 3 klassischen Schichten kommt beim Langlaufen natürlich auch der Kopfbedeckung (zum Beispiel dem Skinfit Basics Functional Headband), den Handschuhen und gegebenenfalls einem „Buff“ (Multifunktionstuch) zum Schutz der Atemwegen besondere Bedeutung zu!

Gerne könnt ihr uns in den Kommentaren sagen, welche Kleidungsstücke eure Favoriten sind und warum 🙂

Viel Spaß und eine verkühlungsfreie Saison!

Windchill-Effekt beim Langlaufen

Windchill-Effekt beim Langlaufen

Wer kennt das nicht? Das Thermometer zeigt Temperaturen im knappen plus Bereich, die Sonne scheint, und trotzdem wird es beim Langlaufen plötzlich eiskalt. Dieses Phänomen nennt sich Windchill-Effekt!

Was ist der Windchill-Effekt eigentlich?

Jeder kennt das, egal ob vom Langlaufen, Radfahren, Laufen oder anderen Outdoor-Sportarten. Bei kalten Temperaturen in Kombination mit Wind, ist die gefühlte Temperatur oft deutlich niedriger, als die eigentliche Temperatur am Thermometer. Um dieses Phänomen betiteln zu können, wurde der Windchill-Effekt oder auch der Windchill Faktor erfunden.

Windchill-Effekt beim Langlaufen - Quelle http://www.klimaweg-geraberg.de/
Windchill-Effekt – Quelle http://www.klimaweg-geraberg.de/

Über den Windchill Faktor kann man berechnen, wie kalt sich die eigentliche Außentemperatur bei unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten anfühlt.

Windchill-Effekt umgerechnet auf Langlaufbedingungen

Gehen wir von einer angenehmen Temperatur von 5°C aus. Bei einer Windgeschwindigkeit von 40 km/h, fühlen sich 5°C Außentemperatur wie -1°C an. Ein Wind mit 20 km/h in etwa wie +1°C. Die Temperaturunterschiede sind also durchaus enorm.
Noch intensiver wird der Windchill-Effekt bei noch kälteren Temperaturen wahrgenommen. -5°C erscheinen einem bei 40 km/h Windgeschwindigkeit wie – 14°C.

Welche Konsequenzen hat der Windchill-Effekt für das Langlaufen?

Wichtig ist es, sich nicht von den Temperaturen am Thermometer blenden zu lassen, und den Windchill-Effekt bei der Bekleidungswahl mit einzurechnen.  Wichtig ist auch, dass Kleidung getragen wird, die die durch den Schweiß entstehende Feuchtigkeit vom Körper weg leitet. Bekleidung aus Baumwolle ist daher für das aktive Langlaufen nur bedingt geeignet. Besser ist Funktionsbekleidung, die in mehreren Schichten (Zwiebelprinzip) beim Langlaufen getragen wird. Bei Bedarf kann so eine Schicht nach der Anderen aus- bzw. auch wieder angezogen werden.

Windchill-Effekt beim Langlaufen - Loipenbericht.at
Windchill-Effekt beim Langlaufen – Loipenbericht.at

Ideal ist Bekleidung mit einer Winddichten GoreTex oder Windstopper Membran. Diese modernen Bekleidungstechnologien lassen den Wind nicht an den Körper heran. Es gibt überaus durchdachte Lösungen, die den Körper frontal vor dem Wind schützen, und an der Körperrückseite, die vom Wind nicht betroffen ist, besonders atmungsaktiv sind.

Ist die Kleidung vom Schweiß stark durchnässt, steigt speziell durch den Windchill-Effekt bei Abfahrten die Verkühlungsgefahr extrem.