Windchill-Effekt beim Langlaufen

Windchill-Effekt beim Langlaufen

Wer kennt das nicht? Das Thermometer zeigt Temperaturen im knappen plus Bereich, die Sonne scheint, und trotzdem wird es beim Langlaufen plötzlich eiskalt. Dieses Phänomen nennt sich Windchill-Effekt!

Was ist der Windchill-Effekt eigentlich?

Jeder kennt das, egal ob vom Langlaufen, Radfahren, Laufen oder anderen Outdoor-Sportarten. Bei kalten Temperaturen in Kombination mit Wind, ist die gefühlte Temperatur oft deutlich niedriger, als die eigentliche Temperatur am Thermometer. Um dieses Phänomen betiteln zu können, wurde der Windchill-Effekt oder auch der Windchill Faktor erfunden.

Windchill-Effekt beim Langlaufen - Quelle http://www.klimaweg-geraberg.de/
Windchill-Effekt – Quelle http://www.klimaweg-geraberg.de/

Über den Windchill Faktor kann man berechnen, wie kalt sich die eigentliche Außentemperatur bei unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten anfühlt.

Windchill-Effekt umgerechnet auf Langlaufbedingungen

Gehen wir von einer angenehmen Temperatur von 5°C aus. Bei einer Windgeschwindigkeit von 40 km/h, fühlen sich 5°C Außentemperatur wie -1°C an. Ein Wind mit 20 km/h in etwa wie +1°C. Die Temperaturunterschiede sind also durchaus enorm.
Noch intensiver wird der Windchill-Effekt bei noch kälteren Temperaturen wahrgenommen. -5°C erscheinen einem bei 40 km/h Windgeschwindigkeit wie – 14°C.

Welche Konsequenzen hat der Windchill-Effekt für das Langlaufen?

Wichtig ist es, sich nicht von den Temperaturen am Thermometer blenden zu lassen, und den Windchill-Effekt bei der Bekleidungswahl mit einzurechnen.  Wichtig ist auch, dass Kleidung getragen wird, die die durch den Schweiß entstehende Feuchtigkeit vom Körper weg leitet. Bekleidung aus Baumwolle ist daher für das aktive Langlaufen nur bedingt geeignet. Besser ist Funktionsbekleidung, die in mehreren Schichten (Zwiebelprinzip) beim Langlaufen getragen wird. Bei Bedarf kann so eine Schicht nach der Anderen aus- bzw. auch wieder angezogen werden.

Windchill-Effekt beim Langlaufen - Loipenbericht.at
Windchill-Effekt beim Langlaufen – Loipenbericht.at

Ideal ist Bekleidung mit einer Winddichten GoreTex oder Windstopper Membran. Diese modernen Bekleidungstechnologien lassen den Wind nicht an den Körper heran. Es gibt überaus durchdachte Lösungen, die den Körper frontal vor dem Wind schützen, und an der Körperrückseite, die vom Wind nicht betroffen ist, besonders atmungsaktiv sind.

Ist die Kleidung vom Schweiß stark durchnässt, steigt speziell durch den Windchill-Effekt bei Abfahrten die Verkühlungsgefahr extrem.

2 Gedanken zu „Windchill-Effekt beim Langlaufen

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